Planung · Installation · Service

Solarthermie

Kollektorfläche, Speicher, Dachausrichtung und Verbrauch müssen aufeinander abgestimmt sein, damit solare Wärme sinnvoll genutzt wird.

Mo–Fr 9–17 Uhr · Sitz Köln-Mülheim · Stand 17. September 2026

Sonne als Energiequelle für SolarthermieHeicoSan Rheinland
Leistungsumfang

Technik, die zum Gebäude passt

Sonnenwärme für Warmwasser und mögliche Heizungsunterstützung.

  • Ertrags- und Flächenabschätzung
  • Kollektoren, Speicher und Regelung
  • Einbindung in bestehende Heizsysteme
  • Wartung und Prüfung der Solarflüssigkeit
Projektablauf

Vier Schritte zu einer klaren Lösung

  1. 01

    Dachfläche und Verbrauch analysieren

  2. 02

    Kollektor und Speicher dimensionieren

  3. 03

    Hydraulische Einbindung planen

  4. 04

    Montieren, befüllen und Regelung einstellen

Warmwasser oder Heizungsunterstützung?

Eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung deckt in Wohngebäuden über das Jahr typischerweise einen großen Teil des Warmwasserbedarfs, im Sommer nahezu vollständig. Anlagen mit Heizungsunterstützung brauchen deutlich mehr Kollektorfläche und größere Speicher und liefern ihren Beitrag vor allem in der Übergangszeit. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Personenzahl, Warmwasserverbrauch, Dachfläche und dem vorhandenen Heizsystem ab.

Wir rechnen den erwartbaren Ertrag anhand von Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Verbrauch und vergleichen ihn offen mit Alternativen wie Photovoltaik mit Wärmepumpe. Solarthermie ist nicht in jedem Fall die beste Lösung; wir sagen es, wenn sie es nicht ist.

Dach, Kollektoren und Speicher

Flach- oder Röhrenkollektoren, Aufdach- oder Indachmontage, Dachhaken oder Aufständerung auf dem Flachdach: Die Montageart richtet sich nach Dacheindeckung, Statik und Optik. In Köln, Bonn und Düsseldorf spielen Verschattung durch Nachbargebäude und Bäume, Gauben und Dachaufbauten eine Rolle; bei denkmalgeschützten Gebäuden ist eine Abstimmung mit der Denkmalbehörde nötig.

Der Speicher ist das Herz der Anlage. Wir dimensionieren ihn nach Kollektorfläche und Verbrauch, achten auf ausreichende Wärmetauscherflächen und binden ihn so in die vorhandene Heizung ein, dass der Kessel oder die Wärmepumpe nur nachheizt, wenn die Sonne nicht ausreicht.

Betrieb und Wartung

Solaranlagen sind wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Die Solarflüssigkeit altert und sollte regelmäßig auf Frostschutz und pH-Wert geprüft werden; Anlagendruck, Entlüftung und Regelung gehören ebenfalls zur Kontrolle. Stagnation im Sommer bei vollem Speicher belastet die Flüssigkeit; eine passende Auslegung und Regelstrategie begrenzen das.

Solarthermie wird im Rahmen der Heizungsförderung der KfW (Zuschuss 458) berücksichtigt; die Bedingungen klären wir projektbezogen und vor Beauftragung, Stand September 2026.

Normen für Kollektoren und Legionellenschutz

Solarkollektoren werden nach DIN EN ISO 9806 geprüft und zertifiziert, häufig sichtbar am Solar-Keymark-Zeichen des Herstellers. Diese Prüfung gibt Auskunft über den Wirkungsgrad und die thermische Belastbarkeit des Kollektors, unabhängig von Herstellerangaben.

Bei zentraler Warmwasserbereitung in Mehrfamilienhäusern greift zusätzlich das DVGW-Arbeitsblatt W 551 zum Schutz vor Legionellen: Es schreibt Mindesttemperaturen und Zirkulationsanforderungen vor, die auch bei solarer Vorwärmung eingehalten werden müssen.

Ertrag sichern: Stagnation, Dämmung, Dimensionierung

Im Hochsommer, wenn der Speicher voll und wenig Warmwasser verbraucht wird, geht eine Solaranlage in Stagnation: Die Kollektorflüssigkeit erreicht hohe Temperaturen, ohne dass Wärme abgenommen wird. Eine Anlage muss diesen Zustand technisch sicher überstehen, ohne dass Flüssigkeit häufig nachgefüllt werden muss.

Ein zweiter, oft unterschätzter Ertragsverlust entsteht durch schlecht gedämmte Leitungen zwischen Kollektor und Speicher: Jeder ungedämmte Meter im Dachraum oder Schacht kostet Wärme, die die Anlage gerade erst gewonnen hat. Wir planen Leitungswege kurz und durchgängig gedämmt.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Lohnt sich Solarthermie noch?

Das ist projektabhängig. Bei passendem Warmwasserbedarf und geeigneter Dachfläche kann sie einen sinnvollen Beitrag leisten; Alternativen sollten mitbetrachtet werden.

Kann Solarthermie allein heizen?

In üblichen Wohngebäuden ist sie meist eine Ergänzung. Für Zeiten mit geringer Einstrahlung bleibt ein weiterer Wärmeerzeuger erforderlich.

Solarthermie oder Photovoltaik?

Photovoltaik erzeugt Strom, der flexibel nutzbar ist und eine Wärmepumpe versorgen kann. Solarthermie liefert direkt Wärme mit hohem Flächenertrag. Bei begrenzter Dachfläche und vorhandener Wärmepumpe ist Photovoltaik oft die flexiblere Wahl; wir vergleichen beide für Ihr Gebäude.

Wie groß muss die Kollektorfläche sein?

Für Warmwasser rechnet man grob mit gut einem Quadratmeter Flachkollektor je Person; für Heizungsunterstützung deutlich mehr. Die genaue Auslegung folgt aus Verbrauch, Ausrichtung und Speicher.

Wie oft muss die Anlage gewartet werden?

Eine Prüfung der Solarflüssigkeit, des Drucks und der Regelung empfiehlt sich etwa alle zwei Jahre, bei Anlagen mit häufiger Stagnation jährlich.

Was passiert im Sommer, wenn der Speicher voll ist?

Die Anlage geht in Stagnation: Die Kollektortemperatur steigt, ohne dass Wärme abgeführt wird. Eine korrekt dimensionierte Anlage mit passendem Ausdehnungsgefäß übersteht das technisch sicher; wir legen die Anlage entsprechend aus.

Ist Solar-Keymark eine Pflichtzertifizierung?

Nein, aber es ist ein anerkannter Nachweis für geprüfte Kollektorqualität nach DIN EN ISO 9806 und bei vielen Förderprogrammen Voraussetzung. Wir verbauen entsprechend zertifizierte Kollektoren.

Muss ich bei Solarthermie auf Legionellen achten?

Bei zentraler Warmwasserbereitung in Mehrfamilienhäusern gelten die Vorgaben des DVGW-Arbeitsblatts W 551 zu Mindesttemperaturen, unabhängig vom solaren Anteil. Wir binden die Solaranlage so ein, dass diese Vorgaben eingehalten werden.

Wissen

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