Planung · Installation · Service

Heizung

Von der Bestandsaufnahme bis zur abgestimmten Anlage verbinden wir Wärmeerzeugung, Verteilung und Regelung zu einem belastbaren Gesamtsystem.

Mo–Fr 9–17 Uhr · Sitz Köln-Mülheim · Stand 17. September 2026

Technik zur effizienten HeizungssteuerungHeicoSan Rheinland
Leistungsumfang

Technik, die zum Gebäude passt

Heiztechnik sinnvoll planen, modernisieren und zuverlässig betreiben.

  • Beratung und Planung für Bestand und Neubau
  • Installation und Modernisierung von Heizsystemen
  • Hydraulischer Abgleich, Regelung und Systemoptimierung
  • Wartung, Störungsannahme und Fördermittel-Orientierung
Projektablauf

Vier Schritte zu einer klaren Lösung

  1. 01

    Gebäude, Verbrauch und vorhandene Technik aufnehmen

  2. 02

    Technische Optionen und Schnittstellen bewerten

  3. 03

    Ausführung transparent planen und koordinieren

  4. 04

    Anlage einweisen, dokumentieren und betreuen

Welche Heizung passt zu welchem Gebäude?

Die richtige Heizung ergibt sich nicht aus einem Katalog, sondern aus dem Gebäude: Wärmebedarf, vorhandene Heizflächen, Vorlauftemperaturen, Platz für Technik und Speicher, Schornstein, Stromanschluss und die Frage, ob in den nächsten Jahren gedämmt oder umgebaut wird. Erst wenn diese Punkte auf dem Tisch liegen, lässt sich zwischen Wärmepumpe, Pelletkessel, Solarthermie als Ergänzung, Brennwerttechnik oder einer Hybridlösung sinnvoll entscheiden.

Wir arbeiten deshalb mit einer Bestandsaufnahme vor Ort. Dazu gehören die vorhandene Anlage samt Regelung, die Verteilung mit Pumpen und Ventilen, die Heizkörper oder Flächenheizung je Raum und der reale Verbrauch der letzten Jahre. Aus diesen Daten entsteht eine Einordnung, die technisch begründet ist und mit der Sie eine Entscheidung treffen können, statt auf pauschale Empfehlungen angewiesen zu sein.

Rechtlicher Rahmen seit dem 29. Juli 2026

Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Es ersetzt das Gebäudeenergiegesetz und hebt die pauschale Vorgabe auf, dass neue Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Eigentümer können die Heizungsart frei wählen. Für neue Gas- und Ölheizungen gilt stattdessen eine gestufte Pflicht zu klimaneutralen Brennstoffanteilen: ab 2029 mindestens 10 Prozent, ab 2030 15 Prozent, ab 2035 30 Prozent, ab 2040 60 Prozent; ab 2045 müssen die Brennstoffe vollständig klimaneutral sein.

Für die Praxis heißt das: Die Entscheidung wird wirtschaftlicher und technischer, nicht weniger wichtig. Wer heute eine fossile Anlage einbaut, trägt die künftigen Brennstoffkosten der Beimischung. Wer auf Wärmepumpe oder Hybrid setzt, sollte Heizflächen und Hydraulik passend auslegen. Die kommunalen Wärmepläne von Köln, Bonn und Düsseldorf geben zusätzlich Orientierung, welche Versorgungsart in einem Quartier langfristig vorgesehen ist. Stand der Angaben: September 2026.

Modernisierung im bewohnten Gebäude

Ein Heizungstausch findet meistens im laufenden Betrieb statt, oft in Mehrfamilienhäusern mit Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft. Wir planen Sperrzeiten für Warmwasser und Heizung so kurz wie möglich, stimmen Zugänge, Transportwege und Schutz der Gemeinschaftsflächen ab und dokumentieren die Anlage nach Abschluss nachvollziehbar, damit Wartung und spätere Erweiterungen auf einer sauberen Grundlage stehen.

Zum Abschluss gehört der hydraulische Abgleich mit passenden Pumpeneinstellungen und Heizkurven. Er ist bei geförderten Maßnahmen Bestandteil der Anforderungen und sorgt dafür, dass die neue Technik ihre Effizienz auch tatsächlich erreicht.

Normen und fachliche Grundlagen

Eine Heizungsplanung, die diesen Namen verdient, stützt sich auf anerkannte Regeln der Technik: Die Heizlast wird nach DIN EN 12831 raumweise ermittelt, nicht über Erfahrungswerte pro Quadratmeter. Nur so lässt sich der tatsächliche Wärmebedarf eines Gebäudes von den Anforderungen an die Trinkwassererwärmung nach DIN 1988 und DIN EN 806 sauber trennen und die Anlage weder über- noch unterdimensionieren.

Für die hydraulische Einbindung gelten die Vorgaben der VOB/C sowie herstellerseitige Montageanleitungen; bei Wärmepumpen ergänzt die VDI 4645 die Planungsgrundlagen um Aufstellung, Schallschutz und Systemintegration. Diese Normen sind kein Selbstzweck: Sie stellen sicher, dass Anlage, Gebäude und Nutzung zusammenpassen und die spätere Wartung nachvollziehbar bleibt.

Typische Planungsfehler und wie wir sie vermeiden

Viele Probleme an Heizungsanlagen entstehen nicht durch die Technik selbst, sondern durch Entscheidungen in der Planungsphase: ein Wärmeerzeuger, der pauschal nach der alten Anlage bemessen statt neu berechnet wird, eine Heizkurve, die nach der Modernisierung nie angepasst wurde, oder ein fehlender hydraulischer Abgleich, der einzelne Räume unterversorgt und andere überheizt.

Wir dokumentieren deshalb jeden Berechnungsschritt und jede Einstellung, damit sie nachvollziehbar bleibt und bei einem späteren Eigentümerwechsel oder einer Erweiterung nicht neu ermittelt werden muss. Diese Sorgfalt kostet in der Planung etwas Zeit, spart aber über die Lebensdauer der Anlage Energie, Verschleiß und unnötige Störungseinsätze.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Wann ist eine Heizungsmodernisierung sinnvoll?

Wenn die Anlage störanfällig, schlecht regelbar oder energetisch nicht mehr passend ist. Entscheidend sind Gebäude, Wärmeverteilung und Nutzungsprofil, nicht nur das Alter des Wärmeerzeugers.

Darf ich 2026 noch eine Gasheizung einbauen?

Ja. Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz; die 65-Prozent-Vorgabe ist entfallen. Neue Gas- und Ölheizungen müssen ab 2029 steigende Anteile klimaneutraler Brennstoffe nutzen (10 Prozent ab 2029 bis 60 Prozent ab 2040, ab 2045 vollständig). Ob das wirtschaftlich sinnvoll ist, prüfen wir am konkreten Gebäude.

Unterstützen Sie bei Fördermitteln?

Wir geben eine Orientierung zu den Programmen, insbesondere zum KfW-Zuschuss 458 für Wohngebäude (Grundförderung 30 Prozent, Stand 21. Juli 2026). Förderfähigkeit und Antragstellung müssen projektbezogen und vor Beauftragung geprüft werden; der Antrag muss vor Vorhabenbeginn gestellt sein.

Wie lange dauert ein Heizungstausch?

Das hängt von System, Gebäude und Vorarbeiten ab. Der eigentliche Austausch eines Wärmeerzeugers ist oft in wenigen Tagen erledigt; Wärmepumpen mit Elektrik, Fundament und Speicher oder Pelletanlagen mit Lager brauchen mehr Vorlauf. Sperrzeiten stimmen wir vorher ab.

Was ist ein hydraulischer Abgleich?

Die Einstellung von Ventilen, Pumpen und Heizkurve, damit jeder Heizkörper die passende Wassermenge erhält. Er senkt Rücklauftemperaturen, verbessert den Komfort und ist Voraussetzung dafür, dass Brennwert- und Wärmepumpentechnik effizient läuft.

Nach welcher Norm berechnen Sie die Heizlast?

Nach DIN EN 12831, raumweise auf Basis von Bauteilen, Ausrichtung und Nutzung. Pauschale Kennwerte pro Quadratmeter verwenden wir nicht, weil sie die tatsächliche Heizlast eines Gebäudes zu ungenau abbilden.

Bekomme ich vor der Beauftragung ein schriftliches Angebot?

Ja. Nach der Bestandsaufnahme erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit Leistungsumfang und Preis, bevor Arbeiten beginnen. Nachträge werden nur bei tatsächlich abweichendem Aufwand und nach Rücksprache abgerechnet.

Was passiert, wenn während der Arbeiten unerwartete Mängel auftauchen?

Wir stoppen die betroffenen Arbeiten, dokumentieren den Befund mit Fotos und stimmen das weitere Vorgehen und die Kosten mit Ihnen ab, bevor wir fortsetzen.

Wissen

Ratgeber zum Thema

Nächster Schritt

Heizung: Ihr Vorhaben fachlich einordnen lassen.

Schildern Sie uns Gebäude, Standort und Anliegen. Wir melden uns innerhalb unserer Geschäftszeiten zur Einordnung.